Networking

Musik kann so vielfältig sein, aber es wird immer Musik geben, die dem einen gefällt oder so eine Art von Groll hervorruft. Aber deshalb ist das, was nicht gefällt nicht gleich schlecht.

Wir glauben weiterhin daran: Musiker sind sehr tolerante Menschen.

Auf jeden  Fall war das bei denen, die wir bisher kennen lernen durften, so.  Wir haben und hatten Kontakt mit vielen Musikern, schon allein aus der Tatsache geboren, dass man andere Musiker für bestimmte Projekte sucht.  Dass es nicht immer passt, liegt nicht alleine am Musikstil, der meist als Grund genannt wird, sondern eher daran, dass die Intention, die Ziele oder die Chemie nicht stimmten. Klar ist es nur denkbar in einer Formation, sprich Band, gemeinsam die gleiche Richtung von Musik zu spielen und das auch nach außen bei Auftritten zu vertreten, aber wir denken, dass es eine profihafte Haltung ist, auch in anderen Richtungen als Gastmusiker oder gar für ein ganzes Projekt, mitzuspielen. Aber das ist nur eine Meinung und muss ja nicht jedem gefallen.

Die Variante Gastmusiker betreiben wir oft in einer Form, die sich wie folgt darstellt:

Wir senden uns gegenseitig unvollständige Stücke zu und komplettieren diese mit unseren eigenen Ideen und umgekehrt. Manchmal sind wir erstaunt, was dabei zustande kommt. Stücke bzw. Ideen von anderen zu bekommen und zu ergänzen, kann die Phantasie manchmal zum explodieren und erstaunliche Resulte zum Vorschein bringen. Das sind sehr schöne Experimente, die allerdings nur auf einer Vertrauensbasis funktionieren.

Aus diesem und anderen Gründen sind wir froh, dass es die ganzen sozialen Netzwerke für Musiker gibt. Ganz nebenbei, schön, dass es auch Webmaster extra für Musiker gibt. Die verstehen uns viel besser.

Wir nennen diese ganzen „Social Networks und Boards“ aber anders. Wir denken, dass der Ausdruck „Plattformen für Gleichgesinnte“ eher den Kern trifft, denn das, was da so geschrieben und wie miteinander umgegangen wird, nicht immer das Gefühl in uns erzeugt, dass der Begriff sozial/social auch immer angebracht ist.

Wir glauben in der Musikwelt weiterhin an die Toleranz der Musiker, die ja auch immer wieder beweisen, dass sie es sind.

Ob Profi auf der Weltbühne oder bis hin zu den kleinsten Gruppen in Musikschulen oder Klassen, Musik schafft Toleranz, Gefühl, Atmosphäre, Herzenswärme oder auch Glücksgefühle. Dabei ist es mir persönlich egal, ob ein Musiker in einem Stück seine Probleme aufarbeitet, eine Reise beschreibt, der Textinhalt sozial kritisch ist oder ob es nur eine gepflegte Unterhaltung ist. Es muss gefallen und nicht unbedingt eine Philosophie darstellen, so wie es oftmals in den Medien dargestellt wird.

Aber das ist nur eine Meinung und muss nicht jedem gefallen.

In diesem Sinne freuen wir uns weiterhin auf ein fröhliches „Networking“ mit Gleichgesinnten.